Musikalischer Stil und künstlerisches Konzept
Es gab eine Zeit, in der ich Musik nicht mit einer Klaviatur, sondern durch das Eingeben von Zeichen in einen Computer erschuf.
Eine Zeichenfolge auf dem Bildschirm wurde verändert, der Wiedergabebefehl ausgeführt. Ein Zeichen ändern, zuhören, wieder ändern – durch diesen fortwährenden Austausch mit dem Klang entstand nach und nach die Grundlage einer Arbeitsweise, die bis heute prägend geblieben ist.
Dieser Ansatz hat sich bis heute nicht verändert. Anstatt eine fertige Form im Voraus festzulegen, werden die Werke Schritt für Schritt entdeckt, indem auf die Antworten des Klangs gehört wird.
Zwischen elektronischen Klängen und akustischen Klangfarben verbinden sich die Innenschau des Jazz, die Klarheit neoklassischer Strukturen und das Zeitgefühl des Minimalismus. Dabei entstehen feine Klangschichten, die sich langsam im Raum entfalten.
Im Mittelpunkt steht ein Klangraum, der Ruhe und Offenheit bewahrt und jeder Hörerin und jedem Hörer ermöglicht, der Musik auf eigene Weise zu begegnen.
Biografie
Geprägt von der atmosphärischen Ausdruckskraft der Videospielmusik seiner Kindheit begann Masaharu im Alter von vierzehn Jahren mit dem Komponieren am Computer. Er erarbeitete sich Kompositionstechniken und Musiktheorie im Selbststudium und beteiligte sich bereits während der Schulzeit an einer kreativen Künstlergruppe, in der elektronische Musik entstand.
1994 studierte er an der AN music school bei der Pianistin und Komponistin Yumiko Murakami und vertiefte sich in Jazz sowie Kompositions- und Arrangementtechniken der klassischen Moderne.
Zur gleichen Zeit prägten Jazz Fusion im Stil von CASIOPEA und T-SQUARE, der introspektive Jazz nach Bill Evans, der Neoklassizismus sowie die Post-Minimal Music nachhaltig sein kompositorisches Denken.
Bereits während seiner Ausbildung begann er mit der Komposition von Musik für Musicals und Theaterproduktionen. Später schrieb er Musik für PlayStation- und SEGA-SATURN-Spiele und arbeitete zugleich an zahlreichen Bühnenproduktionen. Heute konzentriert sich seine Arbeit vor allem auf Veröffentlichungen unter eigenem Namen.
Ausgewählte Bühnenproduktionen:
Theatergruppe Starboard „Carousel Waltz“, „Entertainer“, „True Love“, „I Wish…“, Theatergruppe Naraku „Yellow Python“, Theatergruppe Creators Yui „Hoshi no Sekai o Motomeru Te“ (Hände, die die Welt der Sterne suchen), Project+ „All What You Love“, u.a.
Ausgewählte Spiele:
PlayStation „Ganso Family Mahjong“, SEGA SATURN „Super Kyoutei 2“ (Super Boat Racing 2), „Maboroshi no Black Bass“ (Phantom Black Bass), u.a.
Die Bedeutung des Seitentitels
Der Titel „Worte, die komponieren“ (作曲する言葉) vereint drei Bedeutungsebenen:
- Worte selbst können – getragen von Gedanken und Emotionen – musikalische Bewegung hervorbringen.
- Der Prozess des Komponierens lässt sich durch Sprache beschreiben und mit anderen teilen.
- Texte können mit derselben Sorgfalt und Struktur gestaltet werden wie Musik.
Durch das Zusammenführen dieser Ebenen soll eine natürliche Verbindung zwischen dem Entstehen von Musik und dem Erzählen darüber geschaffen werden.
Blog
Im Blog werden Gedanken zur Komposition sowie Erfahrungen und Beobachtungen aus der musikalischen Praxis festgehalten und öffentlich geteilt.
Social Media
Auf note erscheinen alltägliche Beobachtungen, kurze Essays und Fragmente persönlicher Reflexion.
Auf X und Threads werden Ausschnitte aus laufenden Produktionen, DAW-Arbeitsumgebungen, Lektüre, Musik und Zitate dokumentiert – kleine Momentaufnahmen des kreativen Alltags.